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Freitag? |
Unkonventionelle Völkerverständigung auf Biak in West-Papua.
JANUN wurde nach West-Papua eingeladen und traditionell begrüsst.
Es ist eine ganz besondere Erfahrung, komplett von einer anderen Kultur verschlungen zu werden. Da fallen Grenzen...
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(Rumsom = Haus im Meer) das Gästehaus der Yapikbis |
Der Arbeitskreis Westpapua des Jugend Aktionsnetzwerkes Umwelt und Natur-schutz (JANUN) sucht ab jetzt wieder neue Leute! Seit 1998 beschäftigen wir uns mit der gesellschaftlichen und politischen Situation in Westpapua (Indonesien). Vor vier Jahren haben wir Kontakte zur Jugendorganisation (YAPIKBI) auf der Insel Biak in Westpapua geknüpft, und eine Zusammenarbeit begonnen.
In diesen Rahmen unterstützen wir den Bau eines Jugendzentrums auf Biak, mit in Deutschland beantragten Fördergeldern. In Verbindung mit dem Bau des Jugendzentrums führen wir seit 2001 einen jährlich stattfindenden Jugendaustausch durch. Auch dieses Jahr wird im Sommer eine Gruppe aus Biak nach Deutschland reisen. Zusammen wollen wir unsere gemeinsamen Projekte weiterentwickeln, durch Deutschland reisen, interessante Projekte besuchen und Spaß haben.
Der Arbeitskreis besteht aus Schüler-Innen und Studierenden und trifft sich in regelmäßigen Abständen zu Wochenend-workshops. Wir sind eine basisdemo-kratisch arbeitende Gruppe (d.h. es kann auch mal schon etwas länger dauern) und versuchen eine kontinuierliche Zusammen-arbeit mit unserer Partnerorganisation YAPIKBI zu leisten.
Im Sommer 2005 wird unsere Gruppe dann wieder nach Indonesien reisen. Wenn du Lust sowohl an längerfristiger Arbeit in unserem Arbeitskreis hast, als auch die nicht zu unterschätzenden Vorzüge einer tropischen Insel genießen möchtest (u.a. weißer Sandstrand, Palmen, Kokosnüsse, türkis-blaues Meer, Moskitos und Seeigel), melde dich bei uns.
Am Samstag, den 12.06.2004 um 15.30 – 18 Uhr im Jugendumweltbüro stellen wir allen Interessierten unser Projekt vor:
- Erfahrungsberichte der letzten Jahre
- Dias
- Vorstellung der geplanten Aktionen, z.B. für den diesjährigen Deutschlandbesuch der YAPIKBIs
Nun ist schon unser vorletzter Tag auf Biak. Die Zeit verging die letzten Tage wie im Flug: Am Dienstag haben wir einen "Malam Jerman" gefeiert, das heisst, wir haben ein deutsches Fest organisiert. Das war ziemlich viel Arbeit. Wir haben Kartoffel-Möhren-Eintopf, Bratkartoffeln (Kartoffeln gibt es hier reichlich und in verschiedenen Variationen), Obst- und Rohkostsalat für 50 Personen zubereitet. Nebenbei haben wir ein altdeutsches Märchen (Der Fischer und seine Frau) als Theaterstück einstudiert. Zusätzlich haben wir ein Lied (Mein kleiner grüner Kaktus) und ein paar Spiele vorbereitet (Reise nach Jerusalem). Schwer zu sagen, wie der Abend ankam. Z. B. können wir uns nicht vorstellen, dass Kartoffelsuppe gemischt mit Obstsalat besonders gut geschmeckt haben kann.(Wir hatten vergessen, ihnen zu sagen, dass sie nicht alles durcheinandermischen sollen).
Auch beim Abspielen unserer Musik gab es einige Irritationen, die Leute wollten unbedingt Paartanz oder traditionellen Yosban tanzen und nicht einfach abhotten wie wir.
Vielleicht haben wir auch Menschen verwirrt, da es keine einzige Rede gab an diesem Abend (inkl. keiner etwa fünfminütigen Einleitung, jedes Redners, der alle begüssen muss und sich tausendmal für die Redezeit bedankt und entschuldigt...). Unsere Spiele kamen gut an, besonders die Reise nach Jerusalem gefiel Erwachsenen und Kindern. Letztere waren sowieso ziemlich heldenhaft, waren die einzigen die immer dabei waren und haben sogar Berge von Abwasch für uns erledigt. Von YAPIKBI (unserer Partnerorganisation) waren nicht alle da - am nächsten morgen gab es den Empfang beim Vize-Bürgermeister mit der Übergabe des Briefes von Herrn Schmalstieg, dem Oberbürgermeister aus Hannover. Dieser Empfang war ihnen wichtig, sie hoffen einfach auf finanzielle Unterstützung.
Wir wurden für diese Zeremonie dann auch als traditionelle PapuatänzerInnen auststaffiert, mit Federkronen, Brustgurt, Baströck-chen (!), Muschelketten, etc. ... . Wartet auf die Fotos!
Oder den Zeitungsartikel der kurze Zeit später samt Foto erschien. Wir hatten etwas gemischte Gefühle in die Kostüme gesteckt zu werden, da wir ja gar keine Papua sind. Ausserdem wären wir gerne gefragt worden ... . Die Zeremonie war dann aber gut, der Vize ist sympatisch und lädt uns wahrscheinlich noch zum Essen ein. An den letzten beiden Tagen waren wir auf den Padaido Inseln, die östlich vor Biak liegen (etwa drei Stunden per Motorkanu). Diese sind typische Paradiesinseln mit weissem Sandstrand, wunderschönen Korallen zum Schnorcheln, bunten Fischen, roten Papageien, Baum-Orchideen. Selbst Flughunde hätten wir beinahe gesehen. Dafür sahen wir fliegende Fische zuhauf und einige Delphine und Thunfische.
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