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Tschernobyl

Das Tschernobylprojekt von JANUN hat eine eigene Homepage mit Informationen zu unseren Projekten und den Folgen von Tschernobyl:

   http://www.ostwestbruecke.de/

JANUN hilft den Kindern von Tschernobyl

Delegation aus Weißrussland will sich bedanken und über die Situation informieren.

Auch fast 20 Jahre nach der Explosion im Tschernobylreaktor engagieren sich Schülerinnen und Schüler in Hannover für die Kinder von Tschernobyl. Initiiert vom Jugendumweltbüro Hannover (JANUN e.V.) wurden in 24 Dorfschulen Strahlenmessstellen eröffnet. Die Menschen haben dort die Gelegenheit ihre Lebensmittel messen zu lassen und beraten zu werden, wie sie möglichst gut mit der Strahlenbelastung umgehen können. "Auch fast 20 Jahre nach dem Reaktorunfall nehmen alleine in Weißrussland fast 2 Mio. Menschen tagtäglich beim Essen Radioaktivität zu sich.", so Achim Riemann von JANUN.

Vom 2. bis 7. Oktober hat JANUN e.V. MessstellenleiterInnen aus Weißrussland nach Niedersachsen eingeladen. Eine 10-köpfige Delegation war in Hannover zu Gast. Am 5. Oktober reisten die Gäste weiter in ihre jeweiligen Partnerschulen, um bis zum 7. Oktober den Schülerinnen und Schülern darüber zu berichten, was mit ihren Spenden in Weißrussland passiert und wie das Leben im weißrussischen Partnerdorf aussieht. "Anschließend werden die MessstellenleiterInnen aber auch in ihren eigenen Schulen von ihren Eindrücken aus Deutschland berichten. Wir hoffen, das dadurch der Kontakt zwischen den weißrussischen und deutschen Schulen noch enger wird.", so Achim Riemann.

Besuch bekamen in Hannover auch die IGS Linden, die Schillerschule und die Berufsbildende Schule 22, die seit Jahren Messstellen in Weißrussland unterstützen. An der IGS Linden haben sich aus dieser Unterstützung bereits Schüleraustauschprogramme entwickelt.

 

Tschernobyl- Kampagne Niedersachsen 2006

Gesucht werden Leute in ganz Niedersachsen

* die gegen die Atomlobby anstinken wollen
* die am 26.4. in der eigenen Stadt etwas auf die Beine stellen möchten
* die Lust haben Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu machen
* die in der Redaktion der Kampagnenzeitung mitarbeiten möchten
* die die längste Lesung der Welt mit planen und zu realisieren wollen
* die immer schon mal Prominente kennen lernen wollten
* die gut zeichnen können
* die nie bei einem Wettbewerb gewonnen haben und darum mal selber einen organisieren wollen
* die gerne Straßenmusik für einen guten Zweck machen
* ...
Vergütung:  Spaß, Erfolg, nette Leute und einen garantiert nicht langweiligen April

Erstes Treffen für alle Interessierten:


Donnerstag, 15. Dezember; 16 Uhr*

(Wer nicht kommen kann, aber auf dem Laufenden bleiben möchte, bitte melden)

Jugendumweltbüro Hannover, Seilerstr. 12, 30171 Hannover/Südstadt
Tel. 0511-5909190 Email. buero@janun-hannover.de)
Ansprechpartner ist Achim Riemann.

* Fahrtkosten für Leute von außerhalb Hannovers, können wir nach vorheriger Absprache erstatten

Und worum geht es nun eigentlich?


Es geht um den 20. Jahrestag Tschernobyl und eine Kampagne gegen Atomkraft- Rund um den 26.04.2006

Die Atomkraft ist wieder im Aufwind:

* Finnland baut zurzeit gemeinsam mit deutschen Firmen ein AKW
* Der deutsche “Atomausstieg” stand nach den Wahlen auf der Kippe
* Die Gewerkschaften (zumindest ver.di) sind nicht mehr gegen Atomkraft.
* Der deutsch-französische Nuklearkonzern “Areva” erwartet in den kommenden 20 Jahren den Neubau von weltweit 250 Atomreaktoren
* Tony Blair kämpft für eine neue AKW - Generation
* George Bush will auch welche – vier neue Reaktoren warten auf die Baugenehmigung
* Für die armen Länder der “3. Welt” sollen kleine, mit Blei gekühlte Akw´s entwickelt werden.

Tschernobyl aber mahnt

* Mit viel Aufwand sollen daher pünktlich zum 20. Jahrestag die Folgen der Atomkatastro-phe von Tschernobyl heruntergespielt werden.
* Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) - “Die Welt kann jedes Jahr ein Tschernobyl vertragen” so der ehemlige IAEO – Vorsitzende Hans Blix - bekommt den Friedensnobelpreis verliehen.
* Weltgesundheitsorganisation, IAEO, Wissenschaftler und Lobbisten haben
sich im vergangenen September auf einer großen Konferenz auf “Sprachregelungen” geeinigt, wie die Folgen von Tschernobyl herunterzuspielen seien. Alles in allem sei durch den Super-GAU von Tschernobyl mit 4000 Toten zu rechnen. Das in den strahlenbelasteten Regionen, vor allem  in Weißrussland und der Ukraine, so viele Mernschen erkranken, das habe eher den Grund, dass den Menschen eingeredet werde, dass die Radioaktivität sie krank mache.

Es gibt keinen Tag, an dem sich besser gegen Atomkraft argumentieren lässt, als am 26.April 2006, dem 20. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

Der 26.04.1986 wurde zur Katastrophe für Millionen von Menschen. Alleine 800 000 Katastrophenschützer wurden am Reaktor und in der stark verseuchten Region eingesetzt, um die Folgen des Fall – Out zu minimieren und den Brand im Reaktor zu löschen. Schätzungsweise 200 000 von ihnen sind heute, Familienväter im Alter von 40 – 50 Jahren schwer krank.
Ca. 2 Mio. Menschen leben heute alleine in Weißrussland auf strahlenverseuchtem Boden, darunter 400 000 Kinder. Täglich kommt bei ihnen strahlenverseuchtes Essen auf den Tisch.
Die Folge: 90 % der 400 000 Kinder sind krank. Herzrhythmusstörungen und das sogenannte Tschernobyl-Aids, eine allgemeine starke Immunschwäche, sind die ersten Erkrankungen.
Weiter geht es mit Veränderungen der Organe. Die Nieren werden geschädigt, das Nervensystem wird angegriffen. Kinder im Alter von bereits 12 Jaheren leiden unter Bluthochdruck. Gastritis ist häufig festzustellen und es besteht eine hohe Gefahr im Magendarmtrakt Krebs zu bekommen. Eine hohe Cäsiumbelastung kann zum Grauen Star und zur Sklerose der Augenblutadern führen.

JANUN – Atomkraft – Tschernobyl

Das Thema Anti -Atom war immer ein zentrales Thema für JANUN. Seit 1996, dem 10. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe, engagiert sich JANUN auch in Weißrussland, unterstützt dort Jugendorganisationen, organisiert Jugendaustausche und hat das Geld mobilisiert, um in 24 weißrussischen Dörfern Strahlenmeßprojekte aufzubauen, über die den Menschen geholfen werden soll, möglichst gesund in dieser ungesunden Umgebung zu leben. Das dafür benötigte Geld hat JANUN zumeist in Kooperation mit Schulen aufgetrieben.

Projektpartner in Weißrussland ist Prof. Nesterenko, mit dem JANUN in den letzten neun Jahren ca. 90 Veranstaltungen in Schulen durchgeführt hat. Kaum jemand kann besser über die Gefahren der Atomkraft berichten als Prof. Nesterenko.

* Er war Chefkonstrukteur von mobilen Atomkraftwerken (Atom-Uboote, Nukelare Abschussrampen etc.) in der Sowjetunion.
* Nach der Atomkatastrophe war er vor Ort, im Hubschrauber über dem brennenden Reaktor.
* Als Konsequenz hat er seine Ämter niedergelegt und ein unabhängiges Institut für Strahlensicherheit gegründet, mit dem er seit dem versucht den Menschen in den verstrahlten Gebieten zu helfen und für die Wahrheit der Folgen von Tschernobyl  zu kämpfen.

Zentrale Aktionen:

Hannover läuft für die Opfer von Tschernobyl

Am 26.4.06 sollen möglichst viele Schulen/SchülerInnen mobilisiert werden, die für die Opfer von Tschernobyl laufen und sich vorher Sponsoren suchen, die pro gelaufenem Kilometer eine vorher festgelegte Geldsumme spenden. 
Mit den jeweiligen Schulen soll auch eine prominente Persönlichkeit mitlaufen.
Eine zentrale Abschlusskundgebung gegen Mittag soll es am Hannoverschen Rathaus geben.
Mit dem erlaufenen Geld sollen Hilfsprojekte in der Tschernobylzone unterstützt werden .

Am Abend des 26.04.06 soll es im Rathaus von Hannover eine grosse Veranstaltung mit klassischer Musik und einem Vortrag von Prof. Nesterenko geben.

Die längste Lesung der Welt

Von möglichst vielen Menschen sollen Texte gesammelt werden, in denen sie beschreiben, was sie gefühlt haben, als sie erstmals vom SuperGau gehört hatten. Prominente sollen annimiert werden Texte zu schreiben.
Am 26.04.2006 um 1.23 Uhr, soll die Lesung, genau 20 Jahre nach dem Super-Gau, auf einem zentralen Platz in Hannover, mit live gespielter Klassikmusik beginnen. Während des ca. 15 – minütigen Musikstückes soll an die Opfer von Tschernobyl gedacht werden.
Anschließend beginnt die Lesung, die die längste der Welt werden soll. Vorgelesen werden die eingereichten Texte und Texte von direkt Betroffenen, wie den KatastrophenhelferInnen, kranken Kindern aus Weißrussland ...
Zu bestimmten Zeiten sollen sich Prominente am vorlesen der Texte beteiligen.
Auf einer homepage sollen die Texte zusätzlich veröffentlicht werden. 

Niedersächsischer – JugendEnergieZukunftspreis (ein besserer Name lässt sich bestimmt finden)

Am 24. oder 25.04.06 verleiht JANUN den Niedersächsischen JugendEnergieZukunftsPreis an drei Jugendliche oder Jugendinitiativen, die sich in Niedersachsen beispielhaft für eine Energiewende eingesetzt haben.
z.B.
* die Marie aus dem Wendland,  die sich vor zwei Jahren im CASTOR – Widerstand einbetoniert hat
* die Jugendgruppe die Solaranlagen gebaut hat ...

Jugendliche oder Jugendinitiativen können vorgeschlagen werden oder sich selbst vorschlagen. Eine Jury wählt die PreisträgerInnen aus.
Die Idee ist, damit deutlich zu machen, dass sich Jugendliche engagieren.