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Ausschreibung

Der nächste Jugendaustausch findet voraussichtlich im August 2016 statt und führt uns in den kleinen Ort Kazym, ins westsibirische Tiefland jenseits des Uralgebirges. Der genaue Termin für die Vorbereitungstreffen sowie für die eigentliche Reise wird noch bekannt gegeben. Auch der kommende thematische Schwerpunkt wird noch mitgeteilt. Ideen und Vorschläge sind natürlich herzlich willkommen. Eine umfassende Ausschreibung mit allen wichtigen Informationen wird dann auch auf unserer Startseite zu finden sein.

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Im Folgenden erfahrt ihr einige grundlegende Dinge zum Austausch und zur Teilnahme.

Wer sind wir?

Seit 2013 unter neuer Trägerschaft (CHANCE BJS), aber immer noch in enger Anbindung an die Idee des Sibirien-Arbeitskreises vom Jugendumweltnetzwerk JANUN Hannover e.V., unterhalten wir Kontakte nach Jugra, in der Region des Chanty-Mansischen Autonomen Distriktes in Westsibirien (CHMAO). Es finden regelmäßige internationale Austauschbegegnungen statt: In den Jahren 2004, 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014 sind Gruppen aus Deutschland nach Westsibirien gereist. 2005, 2007, 2009, 2011, 2013 und 2015 waren junge Chanty und Mansi aus Sibirien zum Gegenbesuch in Deutschland. Trotz dieses umfassenden Netzwerkes besteht der Kern unseres Projektes aus der selbstgesteuerten und selbstverantwortlichen Organisation und Durchführung des Austausches. D.h., Organisator_innen sind gleichzeitig auch Teilnehmer_innen, und umgekehrt. Was diesen Austausch zu einem besonderen und einzigartigen Erlebnis werden lässt und entscheidend zur Partizipation beiträgt.

Was wollen wir machen?

Im August 2016 können erneut 12 junge Menschen aus Deutschland nach Sibirien reisen – in das Sommercamp des Ortes Kazym im Bezirk Belojarski (Wo das liegt? Hier gibt´s eine Karte, der Ort ist mit einem „A“ markiert: hier klicken). Der genaue Ablauf der Reise ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgelegt. An dieser Stelle soll auch für neue Teilnehmer_innen die Möglichkeit bestehen, sich aktiv in die Gestaltung der Stationen und Themen einzubringen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat allerdings gezeigt, dass eine Anreise beispielsweise über Moskau (per Flugzeug) und dann weiter mit der Transsib Richtung Westsibirien eine gute Einstimmung darstellt. Für die Rückreise empfiehlt sie dann ein Besuch der Hauptstadt Chanty Mansijsk um von dort den Rückflug anzutreten. Dies alles hängt natürlich auch von der entsprechenden Programmgestaltung ab und soll hier nur als kleine Orientierungshilfe dienen.

Im Rahmen der Begegnung im August 2015 haben sich zudem erste mögliche Themenschwerpunkte herauskristallisiert, die natürlich in den kommenden Vorbereitungstreffen noch kreativ und gemeinschaftlich ausgestaltet werden können. Folgende Ideen wurden hierzu bereits eingebracht:

Wen suchen wir?

Gesucht werden Teilnehmer_innen im Alter zwischen 18 und 26, die Interesse haben, einen anderen bzw. auch ihren eigenen Kulturkreis besser kennenzulernen und möglicherweise aus einer veränderten Perspektive zu erfahren. Gut Russischkenntnissen sind dabei von Vorteil, aber kein absolutes Muss. Das Interesse am Erlernen dieser Sprache sollte allerdings schon vorhanden sein. Darüber hinaus solltet ihr euch in Gruppen wohlfühlen und auch innerhalb dieser bereit sein, Aufgaben eigenständig zu übernehmen und im Sinne der gemeinsamen Idee auszuführen. Ideal wäre außerdem ein Interesse für Musik, Theater und Medientechnik, sowie Lust, an einer selbständigen und kreativen Umsetzung von kleinen Projekten in diesen Bereichen.

Welche Bedingungen gibt es für die Reiseteilnahme?

Für die Fahrt nach Sibirien wird es 2015/2016 an drei Wochenenden Vorbereitungsseminare geben, in denen die Reise von Euch (mit unserer Unterstützung) selbständig geplant und organisiert wird. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist Pflicht. Die Termine für die Vorbereitungstreffen zum kommenden Austausch werden wir rechtzeitig bekannt geben.  Ebenso gibt es ein verpflichtendes Wochenende zur Nachbereitung der Reise im Herbst 2016.

Das Projekt ist zweijährig angelegt: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich, auch bei der Vorbereitung und Durchführung des Rückaustausches im Sommer 2017 mitzuwirken, wenn die sibirischen Gäste uns besuchen kommen.

Die Fahrt wird von der Stiftung DRJA gefördert. Förderfähig sind Jugendliche im Alter zwischen 18 und 26 Jahren. Dein Eigenbeitrag zu den Reisekosten wären ca. 500 Euro. Hinzu kommen Reisekosten zu den Vorbereitungstreffen und ein Unkostenbeitrag für Übernachtung und Verpflegung (wir kochen größtenteils selbst und nehmen günstige Häuser, so dass diese Kosten so gering wie möglich bleiben).

Darüber hinaus solltest Du für diese Reise eine gewisse Flexibilität im Umgang mit wenig Komfort mitbringen und auch mit ungewohnten Situationen in einer fremden Kultur umgehen können. Das Reisen in einer selbstverantwortlichen Jugendgruppe durch ein fremdes Land kann zudem außergewöhnliche Gruppendynamiken mit sich bringen. Während der Reise seid Ihr stark aufeinander angewiesen! Erfahrungen mit Jugendgruppen sind also vorteilhaft. Für eine Sibirienreise ist auch eine Toleranz gegenüber Mückenstichen wichtig, und genügend Ausdauer für mehrtägige Zugfahrten im Schlafwagen, anderes Essen, etc…

 

Bist du interessiert?

Dann schick uns ein kurzes Schreiben, in dem Du Dich vorstellst und auch ein wenig von Deiner Motivation erzählst, warum Du gerne nach Sibirien reisen möchtest! Da das Interesse an dem Sibirienaustausch groß ist, werden wir die Teilnehmer_innen anhand dieser Selbstvorstellungen auswählen.

Auch falls Du noch Fragen zu der Sibirienfahrt hast, dann melde Dich bei Robinson unter: abenteuer.sibirien@web.de

Hier noch eine Übersicht zu den wesentlichen Themengebieten des Jugendaustausches zwischen uns und unseren westsibirischen Partnern:

  • Auseinandersetzung mit Kultur, Tradition und Identität
  • Fortbildung von ehrenamtlich Tätigen in der Jugendarbeit
  • Kinder – und Jugendbeteiligung/Jugendarbeit
  • Natur- & Umweltschutz
  • NGO-Arbeit
  • Erlebnispädagogik
  • Formen der Projektarbeit
  • Alltag in Sibirien & Deutschland im Vergleich
  • Nachhaltiger Tourismus

Nach über 10 Jahren aktiven Austausch, können wir auch über einige erfolgreiche Entwicklungen berichten. Hier eine kleine Auswahl davon:

Neben der erfolgreichen Durchführung der Jugendaustauschprogramme ist es gelungen

  • verschiedene Medien (TV, Radio & Zeitungen) zu motivieren, über das Projekt und die sibirischen Partner zu berichten.
  • dass sich auf JANUNs Initiative hin die Chanty und Mansi am internationalen Wildniscamp im Nationalpark Bayerischer Wald (www.wildniscamp.de) beteiligen, indem sie dort seit August 2007 ein traditionelles Chum (Zelt der sibirischen Nomaden) inklusive der entsprechenden Einrichtung unterhalten. Dieses Projekt ist ausgezeichnet von den Vereinten Nationen als offizielles Projekt der UNESCO Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Über den Europäischen Freiwilligendienst von JUGEND für Europa (www.go4europe.de) wird dort kontinuierlich jeweils für ein Jahr jemand aus Sibirien zu Gast sein und das Projekt betreuen.
  • eine weiterere Europäische Freiwilligenstelle für das Klimacamp auf dem ideenHOF (www.der-ideenhof.de) einzurichten. Auch dort wird für ein Jahr jemand aus Sibirien zu Gast sein.
  • mehrfach Vorträge und „sibirische Abende“ über die Situation in Sibirien und den Jugendaustausch zu veranstalten
  • eine sibirische Delegation zur internationalen Reisemesse „Reisepavillon“ nach Hannover und zur „Touristik & Caravaning International“ nach Leipzig einzuladen, wo sie einen Messestand hatten, Vorträge gehalten haben und zu diversen Reiseagenturen Kontakte knüpfen konnten. Mit diesen Reiseagenturen entwickeln wir Reiseangebote nach Sibirien.
  • unter Federführung des Vereins niedersächsischer Bildungsinitiativen (www.vnb.de) ein Projekt zum Thema „Biodiversität und kulturelle Vielfalt in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels“ zu starten, bei dem über drei Jahre drei verschiedene Länder mit drei verschiedenen Schulen in Niedersachsen eine Schulpartnerschaft aufnehmen werden. Auch aus Westsibirien werden dazu Freiwillige nach Deutschland kommen, um hier in den Schulen ihre Kultur und Lebensweise zu repräsentieren. Es sollen Unterrichtsmaterialien, eine Wanderausstellung und eine Buchpublikation entstehen.